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Gesetz der Anziehung – So funktioniert es für dich

Fitness Editor
Julia ist ausgebildete Fitnesstrainerin. Sie schreibt unsere Ernährungs- und Fitness-Artikel. Zudem erstellt sie unsere kostenlosen Workout-Pläne.

Das Gesetz der Anziehung verspricht, dass du mit der Kraft deiner Gedanken, deine Lebenswelt beeinflussen kannst. Wie es funktioniert, was dahintersteckt und wie du Resonanz für dich nutzbar machen kannst.

Was ist das Gesetz der Anziehung?

Kennst du den Spruch “thoughts become things”? Vereinfach gesagt, ist das das Gesetz der Anziehung. Das Gesetz der Anziehung, auch als Resonanzgesetz oder law of attraction bekannt, ist eines der sieben universellen Gesetze und bezeichnet die These, dass Gleiches Gleiches anzieht. Dabei geht es nicht um biologische Merkmale, sondern um die Beziehung der deiner inneren Welt zu deinen äußeren Umständen.

Nach der Theorie des Gesetzes der Anziehung bestimmen deine inneren Gedanken und Gefühle, deine Lebensbedingungen: Wie Menschen dir entgegentreten, welche Chancen sich eröffnen oder nicht eröffnen. Viele Coaching-Konzepte von Motivationsrednern und Strategien in der Persönlichkeitsentwicklung basieren auf dem Gesetz der Anziehung.

Die 7 universellen Gesetz auf einen Blick

  1. Das Gesetz der Geistigkeit
  2. Das Gesetz der Entsprechung
  3. Das Gesetz der Anziehung
  4. Das Gesetz der Polarität
  5. Das Gesetz des Rhythmus
  6. Das Gesetz von Ursache und Wirkung
  7. Das Gesetz des Geschlechts

Wie funktioniert das Gesetz der Anziehung?

Das Grundprinzip der law of attraction ist eine gesetzmäßige Analogie zwischen Innen und Außen. Heißt, sobald du etwas im Inneren änderst, spiegelt sich diese Änderung automatisch in der Außenwelt wider.

Sicher hast du auf der Straße schonmal wildfremde Personen angelächelt, ein Lächeln zurückbekommen und dich ein bisschen gefreut? Oder andersrum: Wenn du einen schlechten Tag hast, scheinen andere Menschen nur darauf aus zu sein, ihn noch schlechter zu machen. Das ist das Gesetz der Anziehung auf seiner banalsten Ebene.

Ist das Gesetz der Anziehung wissenschaftlich bewiesen?

Das Gesetz der Anziehung ist nicht wissenschaftlich bewiesen. Die Annahmen, dass Gleiches und Gleiches sich wie Magneten anziehen, haben ihren nachvollziehbaren Ursprung Ende des 19. Jahrhunderts in einem Buch aus okkultistischen Kreisen. Seitdem ist das Gesetz der Anziehung fester Bestandteil esoterischer Lebensphilosophien.

Die spirituelle Erklärung des Gesetzes der Anziehung ähnelt der Resonanztheorie, die auch in der Soziologie immer wieder beliebtes Forschungsthema ist. Die zugrundeliegende Annahme ist, dass jeder Mensch eine individuelle Energie oder individuelle Schwingungen aussendet, die mit Schwingungen einer ähnlichen Frequenz interagiert und diese anzieht.

Tatsächlich gibt es in der Psychologie ein vergleichbares Konzept, die sogenannte self-fulfilling-prophecy. Dieses Phänomen beschreibt, wenn eine Prognose sich scheinbar ohne dein Zutun von selbst erfüllt. Allerdings nur scheinbar: Proklamierst du oft genug, dass Projekt XY sicher scheitern oder super laufen wird, verhältst du dich unbewusst so, dass diese Prophezeiung sich erfüllt. Allerdings nicht von selbst, sondern aufgrund deiner Handlungen.

Auch die selektive Wahrnehmung trägt zum Gesetz der Anziehung bei. Wir neigen dazu, das, was wir sehen wollen oder glauben, auch verstärkt wahrzunehmen. Dadurch fühlen wir uns in der “Realität” unserer Gedanken bestätigt und handeln entsprechend.

So nutzt du das Gesetz der Anziehung für dich

Das Gesetz der Anziehung bedeutet auch: Du hast die Kraft, mit deinen Gedanken deine eigene Realität zu schaffen. Das gibt dir Selbstverantwortung und die Möglichkeit in deinem Leben das zu realisieren, was du dir für dich wünschst. Nutze das Gesetz der Anziehung als Werkzeug, um dem Lauf deines Lebens einen positiven Touch zu geben.

Natürlich gibt es trotzdem äußere Umstände: Krankheiten, Verpflichtungen, das Finanzamt oder schlicht Fehler, die Projekte zum Scheitern bringen. Das Gesetz der Anziehung macht dein Leben nicht zum Ponyhof, ändert äußere Gesetz nicht und verhindert keine (Fehl-) Handlungen anderer Menschen. Auch ist es kein Freifahrtschein für Schuldzuweisungen a la “Schau mal, Person X ist Y passiert –  ganz klar selbst schuld.”

Dennoch färbt eine positive innere Einstellung wenigstens auf die Personen in deinem Umfeld ab und kann deine Realität positiv beeinflussen.

Für mehr Authentizität: Erkenne deine Gefühle und Gedanken

Bewusstsein ist der erste Schritt zu Veränderung. Was findet wirklich statt und was ist nur deine Bewertung der Ereignisse? Das betrifft das Verhalten anderer, ebenso wie alle Ereignisse. Wenn du starke Gefühle oder Gedanken hast, versuche zu verstehen, woher sie kommen. Welche Glaubenssätze stecken dahinter. Sind diese deinem Leben und Glück zuträglich?

Das Gesetz der Anziehung funktioniert nicht in Relation zu der Vorstellung von einer Person, die du versuchst zu sein. Stattdessen schwingt das Prinzip der Resonanz auf der tieferen Ebene deiner ehrlichen Gedanken und Gefühle. Indem du dich selbst besser kennenlernst und dich traust, nicht affektgetrieben, sondern aus deiner inneren Überzeugung und basierend auf deinen Werten handelst, erhöhst du nach dem Gesetz der Anziehung die Wahrscheinlichkeit, dass diese Werte sich auch in deiner äußeren Lebenswelt wiederfinden.

Akzeptiere deine Gefühlswelt. Und handle bewusst.

Egal, ob Wut, Trauer oder positive Gefühle: Akzeptanz und Verständnis sind der erste Schritt, um mehr mit dir in Einklang zu kommen und authentisch zu handeln. So machst du den Weg für mehr Resonanz mit deinem wahren Ich frei.

Gefühle zu akzeptieren, heißt übrigens nicht, Negatives nicht zu ändern. Aber Akzeptanz ist ein besserer Ausgangspunkt als ständiger innerer Widerstand. Trauer, Eifersucht und Co lassen sich nicht von heute und morgen aushebeln.

Stattdessen kannst dich dafür entscheiden, sie als Teil deiner aktuellen Gefühlswelt anzuerkennen. Statt deine Handlungen und Taten von diesen Emotionen steuern zu lassen, versuche sie im Moment des Auftretens zu erkennen und nicht einfach auf das Gefühl zu reagieren, sondern bewusst so zu handeln, wie du handeln möchtest. Das mag am Anfang zwar eine Anstrengung sein, wird aber nach und nach einfacher.

Ändere dein (inneres) Vokabular

Wenn dir der Gedanke “Ich muss noch XY” durch den Kopf schießt, versuche dich innerlich zu korrigieren und zu sagen “Ich kann/werde/darf XY machen”. Das mag auf den ersten Blick überflüssig wirken, ist es aber nicht. Angenommen jeder Gedanke wird zu Realität, fühlt es sich viel besser an, etwas zu können/machen oder dürfen, als es zu müssen.

Positives Vokabular oder aber die positive Formulierung von Zielen, Vorhaben oder Wünschen schwächen nach und nach destruktive Glaubenssätze und verändern so nach und nach deine Einstellung.. Laut dem Gesetz der Anziehung antwortet das Leben mit Ereignissen, die dieser Veränderung entsprechen.

Siehe Chancen statt Ärgernisse

Im Alltag begegnen uns immer wieder mehr oder weniger herausfordernde Situationen. Versuche dich auf die ihre positiven Seiten zu fokussieren. Ist der Tag wirklich gelaufen, nur weil die Bahn zu spät ist? Oder kannst du endlich dein Buch lesen oder die gewonnene Zeit anders nutzen? Versuche auch, wenn im Außen etwas nicht nach Plan läuft, im Innen entspannt und bei dir zu bleiben. Insbesondere, wenn du die Situation sowieso nicht ändern kannst, solltest der Gedanke oder die Bewertung der Umstände dir nicht den Tag vermiesen.

Richte dich auf deine Aufmerksamkeit, Wünsche und Ziele

Wenn du Fahrrad fährst, musst du da hingucken, wo du hinwillst. Ähnlich ist das auch mit dem Lauf des Lebens. Laut des Gesetzes de Anziehung fließt die Energie. Statt dich auf das Gefühl von Mangel zu konzentrieren, richte deine Sinne also lieber auf dein Glück, das, was gut läuft und hab deine Wünsche als realistische Optionen, auf die du hinarbeitest vor Augen.

Positive vibes, please!

Vielleicht nicht positive vibes only. Das stünde auch im Widerspruch zur Authentizität. Aber ein bisschen mehr Positivität schadet sicher nicht. Sobald du es nicht mehr zulässt, dass die verspätete U-Bahn deine Gefühlswelt nicht mehr aus dem Gleichgewicht bringt und du eigentlich ganz ok mit dir selbst ist, bist du auch empfänglicher für die positive vibes von anderen. Win-Win!

Fazit

  • Das Gesetz der Anziehung besagt ist der Teil der 7 universellen Gesetze und besagt, dass Gleiches Gleiches anzieht und deine innere Frequenz entsprechend mit deiner Lebenswelt resoniert. Grundlage dafür sind deine tiefliegenden Glaubenssätze, Annahmen und Werte.
  • Laut des Gesetzes der Anziehung kannst du mit deiner Kraft deiner Gedanken deine Realität beeinflussen.
  • Das Gesetz der Anziehung ist keine Entschuldigung für grenzübertretendes Verhalten anderer, Schicksalsschläge, Unfälle oder Ähnlichem.
Artikel-Quellen
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